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Voller Elan mit einem kühlen Kopf durch den Sommer

Der Sommer ist da. Die Natur zeigt sich in ihrer vollen Blütenpracht und im Bienenvolk herrscht Hochbetrieb. Die Tage sind lang und hell und das Thermometer klettert stetig nach oben.

Während die frühsommerliche Wärme von den meisten als angenehm empfunden wird, leiden viele Menschen unter der Hitze des Hochsommers, dies betrifft vor allem Pitta- und Kapha-Konstitutionen. Der Spätsommer oder Altweibersommer wird vom Großteil aber wieder als angenehm empfunden. Ausgeprägte Vata-Konstitutionen brauchen dann in den kühlen Morgen- und Abendstunden allerdings bereits wieder eine Jacke, um nicht zu frieren.

Mit der Kraft der Sonne steigt auch das Pitta-Dosha im Körper an. Die feurige Pitta-Kraft sorgt für Dynamik und Tatkraft, ein Zuviel allerdings führt zu Erhitzung, Austrocknung und Gewebeabbau. Je nach Grundkonstitution macht sich die Hitze emotional durch Gereiztheit und ein aufbrausendes Temperament oder durch Antriebslosigkeit und Lethargie bemerkbar.

Eine Pitta reduzierende Ernährung, insbesondere im Hochsommer, sorgt für einen kühlen Kopf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf besänftigender, leichter und kühlender Kost. Auch das Verdauungsfeuer (Agni) wird durch zu viel Hitze geschwächt. Natürlicherweise zeigt sich das auch daran, dass man in den heißen Sommermonaten mittags meist nur wenig Hunger hat. Speziell an heißen Tagen empfiehlt es sich deshalb, die Hauptmahlzeit auf die frühen Abendstunden zu verlegen. Ein leichtes und erfrischendes Mittagessen hilft, Heißhunger am Abend zu verhindern. Bunte Salate, knackiges Gemüse oder Gemüsesuppen sowie kleine Süßspeisen, wie z. B. Milchreis oder Palatschinken, sind am besten geeignet.

Gewürze mit süßlichem und bitterem Geschmack unterstützen den Organismus in der heißen Jahreszeit am besten: Basilikum, Dill, Koriander, Fenchel, Kurkuma, Minze, Zimt, Petersilie und Pfefferminze. Auf scharfe oder stark anregende Gewürze wie z. B. Chili, Cayennepfeffer, Mohn- oder Senfsaat oder zu viel schwarzen Pfeffer sollten Sie verzichten. Ebenfalls vermeiden sollten Sie Schweine- und Rindfleisch sowie Gepökeltes und Geräuchertes, da diese Speisen schwer verdaulich sind und z. T. stark erhitzend wirken. Fleisch sollte maximal 2 bis 3 Mal pro Woche auf den Tisch kommen. Ihren Eiweißbedarf decken Sie am besten mit Puten- oder Hühnerfleisch, mit frischem Fisch aus der Region und Hülsenfrüchten.



Der Körper benötigt täglich mindestens 1,5 bis 2 l Flüssigkeit. Im Sommer kann der Flüssigkeitsbedarf jedoch erheblich steigen. Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten deshalb, wann immer möglich, in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Klares, reines Wasser mit einem Schuss Zitrone oder mit einigen Blättern Minze erfrischt den Körper und füllt die Depots wieder auf. Hin und wieder darf es zur Abwechslung auch ein gespritzter Fruchtsaft (Fruchtsaftschorle) sein.

Ausreichendes und regelmäßiges Trinken hält uns in Schwung, verhindert Leistungseinbrüche und hilft dem Körper, das überschüssige Pitta auszuleiten. Die Temperatur der Getränke sollte weder zu heiß noch zu kalt sein. Heiße Getränke würden die Hitze im Körper weiter steigern und zu kalte Getränke können vom Körper nicht aufgenommen werden und schwächen das Verdauungsfeuer. Idealerweise liegt die Temperatur für die Getränke in der heißen Jahreszeit zwischen Zimmer- und Körpertemperatur. Alkohol, der ebenfalls erhitzend wirkt, sollten Sie nur selten genießen. Wein trinken Sie am besten so, wie es unsere südländischen Nachbarn machen – stark verdünnt mit Wasser, damit dem Körper keine zusätzliche Flüssigkeit entzogen wird. Generell gilt, dass Sie Alkohol, speziell an heißen Sommertagen, immer nur mit genügend Wasser trinken sollten.

Wir wünschen Ihnen einen vitalen und gelassenen Sommer mit vielen genussvollen Momenten voller Lebensfreude!

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