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Gestörtes Vata als Stressfaktor

Vata entspricht dem Wind und bewirkt und regelt alle Bewegungsabläufe im menschlichen Körper. Vata ist keine Substanz, sondern ein Prinzip. Deswegen kann man bei Vata vom Bewegungsprinzip sprechen. Vata bewirkt die Herztätigkeit, den Kreislauf, die Darmperistaltik, die Atmung, Absorption und Ausscheidung sowie die Bewegung der Gedanken. Der Hauptmotor für Vata ist die Nerventätigkeit.

Wenn wir also in unserem Tagesablauf Spannung aufbauen, so ist das vegetative Nervensystem immer bemüht, diese Spannung wieder zu reduzieren, wenn wir es zulassen. Der beste Weg, dies dem Vegetativum zu ermöglichen, ist der Schlaf. Deshalb zählt im Ayurveda ein gesunder Schlaf auch zu den drei Säulen der Gesundheit.

Gesunder Schlaf im Ayurveda Resort Sonnhof

Diese Spannung, die wir im täglichen Leben aufbauen, wird auch als Stress bezeichnet. Man unterscheidet zwischen gesundem und ungesundem Stress. Gesunder Stress ist die Spannung, die wir nutzen, um unsere Pläne umzusetzen und Aktivitäten voranzutreiben. Gesunder Stress kann motivieren und gibt uns Durchhaltevermögen. Hilfreich ist, wenn wir bei unseren Tätigkeiten Freude empfinden. Das Wichtige dabei ist jedoch, dass diese Spannungen – also der Stress – auch wieder abgebaut werden.

Als ungesunden Stress bezeichnet man jene Spannungen, die auch nach einer Tätigkeit erhalten bleiben und sich unter Umständen summieren können, bis sich dieser Stress sogar als körperlicher Schmerz bemerkbar macht. Dies ist dann gegeben, wenn auf uns – noch zusätzlich zu unseren Spannungen – Druck von außen, z. B. durch die Arbeitswelt, Familie oder die Gesellschaft, ausgeübt wird. Dieser ungesunde Stress wirkt sich meist auch in Ängsten aus, was dazu führen kann, dass die Lebensfreude verloren geht.

Erinnern wir uns, dass die Ursache all dieser Stress-Symptome in der Unfähigkeit des vegetativen Nervensystems liegt, die aufgebauten Spannungen wieder abzubauen.

Da Vata, wie oben erwähnt, über die Nerven viele Bewegungsabläufe des Körpers steuert, können Stress-Symptome, also die Erhöhung des Vata-Doshas, natürlich zu Störungen in vielen Bereichen führen. Eigentlich kann man sagen, dass alle unsere Zivilisationskrankheiten, wie Herz- und Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, Empfindungsstörungen, Tinnitus, Schmerzen, Darmkrankheiten sowie alle mentalen Probleme, auf ein gestörtes Vata und seine Auswirkung auf das Nervensystem zurückzuführen sind.

Vata wird zwar sehr leicht gestört, aber das Gute daran ist, dass es auch genauso leicht wieder in die Harmonie zu bringen ist. Hierbei steht der Stressabbau, also die Unterstützung des vegetativen Nervensystems, im Vordergrund. Eine der wichtigsten Therapieformen, um Vata zu beruhigen und damit Spannungen abzubauen, ist das Abhyanga, die ayurvedische Ölmassage. Besonders die liebevolle Atmosphäre während der Therapie und die sanften und langsamen Streichbewegungen bei der Massage helfen, Spannungen zu lösen, was zu einer tiefen Beruhigung und Stressabbau führt. Die Zuwendung tut Körper, Geist und Seele gleichermaßen gut und beruhigt nachhaltig das vegetative Nervensystem.

Stressabbau mit Ayurveda-Kuren

Es gibt aber auch einfache Maßnahmen, mit Stress umzugehen. Die drei wichtigsten Faktoren sind: Ruhe, Ruhe, Ruhe! Denn nur in der Ruhe ist das vegetative Nervensystem in der Lage, unsere gesunde Grundspannung in allen Systemen wiederherzustellen, d. h., den Stress abzubauen. Hilfreich hierbei sind Yoga, Qigong, ruhige Spaziergänge, Entspannungsmusik etc.

Eines der wichtigsten Hilfsmittel im Ayurveda, um Stress abzubauen, sind Atemübungen. Denn das vegetative Nervensystem steuert die Atmung und kann über diese wiederum beeinflusst werden. Eine besonders starke Wirkung hat die Wechselatmung, die im klassischen Ayurveda als Hilfsmittel Nr. 1 bei Vata-Störungen gilt.

Auch ein spirituell ausgerichtetes Leben, in dem Gebet und Gottesdienst einen wichtigen Teil einnehmen, führt zu einer allgemeinen Entspannung und Stressabbau. Eine spirituelle Ausrichtung bewirkt eine entspanntere Sicht auf die Lebensumstände, und wenn man das Gefühl hat, sein Leben in Gottes Hand zu legen, fühlt man sich sicherer und geborgener. Dadurch kann man Druck im Leben besser aushalten und eher mit Stress umgehen.

Egal, welche Maßnahmen man in sein Leben integriert, wichtig ist, dass man eine ruhige und entspannte Sicht auf die Lebensumstände bekommt, sein Leben mit Freude meistert, versucht, sich nicht übermäßig unter Druck setzen zu lassen, und lernt, sich rechtzeitig Ruhephasen zu gönnen, um gar nicht in die Lage zu kommen, durch ein gestörtes Vata und Stress krank zu werden.

Reinhart Schacker,
CAS Ayurveda-Spezialist

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