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Ayurvedische Tipps für die kalte Jahreszeit von Dr. (ind) Sharma

Die 3 Doshas werden als Vata, Pitta und Kapha bezeichnet. Sie wirken sowohl in der gesamten Natur als auch in unserem Körper und Geist. Befinden sich diese drei Doshas in ihrem individuellen Gleichgewicht, erfreuen wir uns perfekter Gesundheit, fühlen uns wohl und strahlen natürliche Schönheit aus.

Viele Faktoren beeinflussen das Gleichgewicht der Doshas – zum Beispiel unsere Tagesroutine, die Nahrung und die Jahreszeiten. Die hier vorgestellten Tipps sollen Ihnen helfen, Ihr inneres Gleichgewicht zu bewahren. Es geht dabei nicht um die strikte Einhaltung aller Empfehlungen, denn der Ayurveda soll eine Bereicherung für Ihr Leben sein, keine Einengung. Neues ausprobieren, Spaß daran haben und sich wohlfühlen stehen dabei an erster Stelle.

Ernährungtipps:

Im Winter ist aufgrund der äußeren Kälte das innere Agni – die Verdauungskraft – normalerweise stärker als zu den anderen Jahreszeiten. Deshalb können Sie jetzt ruhig etwas kräftiger und reichhaltiger essen. Zu leichte Nahrung würde bewirken, dass das starke Verdauungsfeuer Körper-Gewebe abbaut und Vata aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Ebenso bewirken Wind und Kälte eine Erhöhung des Vata-Doshas, da dieses die Haupteigenschaften luftig, trocken, kalt und unregelmäßig besitzt. Deshalb sind im Herbst und Winter Vata-reduzierende Maßnahmen angezeigt.

Bevorzugen Sie in jedem Fall warme und nahrhafte Speisen (z.B. Eintöpfe, Nudelgerichte, Aufläufe), Milchprodukte (z.B. Sahne, Milchreis), Nüsse und Mandeln. Besonders lecker sind auch eingeweichte Trockenfrüchte wie Datteln, Rosinen oder Feigen (Tipp: mit Sahne und Zimt!). Reduzieren Sie dagegen Rohkost, Salate, Kohlsorten und trockene Speisen.

Benutzen Sie zum Kochen immer etwas Ghee (geklärte Butter). Ghee wird im Ayurveda wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften besonders hoch geschätzt. Die Geschmacksrichtungen süß, sauer und salzig sind jetzt zu bevorzugen.

Ölbehandlungen:

Da Vata die Eigenschaften „kalt“ und „trocken“ besitzt, kann es mit Wärme und Feuchtigkeit ausgeglichen werden. Eine morgendliche Ganzkörper-Ölmassage gehört dabei mit zu den angenehmsten Vata -beruhigenden Maßnahmen. Dabei massieren Sie vor dem Duschen oder Baden den ganzen Körper mit warmem Sesamöl – oder noch besser mit Vata Massageöl – und lassen das Öl ein paar Minuten einziehen. Diese Massage hat eine besänftigende Wirkung auf das Nervensystem, kräftigt den Kreislauf und hilft, Toxine aus dem Körper zu transportieren. (Fordern Sie hierzu unsere Massageanleitung an.) Die anschließende Dusche oder das Bad sollten ebenfalls angenehm warm sein. Auch ein warmes Fußbad am Abend beruhigt Vata auf wohltuende Weise. Achten Sie des Weiteren immer auf warme, natürliche Kleidung (z.B. feine Lambswool) und meiden Sie in geschlossenen Räumen Zugluft und Trockenheit.

Was wir Ihnen empfehlen:

Da im Winter Stoffwechsel und Körperkraft bei einem gesunden Menschen stärker sind als zu anderen Jahreszeiten, kann man sich nun etwas mehr körperlich betätigen. Achten Sie aber immer darauf, dass Sie sich nicht verausgaben und ein gesundes Maß an Aktivität und Ruhe einhalten. Neben ausreichend Schlaf ist die regelmäßige Ausübung der Transzendentalen Meditation ein Schlüssel zu tiefer innerer Regeneration und Entspannung. Es handelt sich dabei um eine vedische Bewusstseinstechnik, die einfach zu erlernen und leicht in den Alltag zu integrieren ist. Durch wissenschaftliche Forschung konnte ihre herausragende Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Entspannungsmethoden bestätigt werden. Ganz besonders empfehlenswert ist jetzt auch eine regelmäßige Tagesroutine, denn Regelmäßigkeit gleicht Vata aus. Nehmen Sie deshalb regelmäßig Ihre Mahlzeiten ein, gehen Sie ungefähr zur selben Zeit – und nicht zu spät – zu Bett und stehen Sie immer um dieselbe Zeit auf. Damit haben Sie schon einen regelmäßigen Rahmen in Ihrem Tagesablauf geschaffen, was oft eine deutliche Verbesserung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens zur Folge hat.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden Start in den Februar!

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