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Ayurveda und spirituelle Entwicklung

Was ist Ayurveda?

Ayurveda bedeutet „Wissen vom langen, harmonischen, gesunden Leben“ und ist eine jahrtausendealte Gesundheits- und Lebenslehre für jeden, gleich, welcher Rasse, Religion und Kultur er angehört. Ayurveda ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem, das die natürliche Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele fördert, d. h., Ayurveda betrachtet den Menschen als unteilbare Einheit von Körper, Geist und Seele. Der Ursprung des Ayurveda sind die VEDEN, die hl. Bücher Indiens.

Einer der Leitsätze des Ayurveda besagt, dass wir ein erfülltes, gesundes Leben in der materiellen Welt leben sollen, ohne jedoch unsere Wurzeln zum Göttlichen zu vergessen. Im Ayurveda wird nicht nur Wert auf körperliche und geistige Gesundheit gelegt, sondern es wird auch die seelische Entwicklung durch spirituelles Leben – mit dem Ziel der Vervollkommnung unserer ewigen Beziehung zum Göttlichen Vater – empfohlen.

Die Seele, unser wahres Ich, ist ihrem Wesen nach spirituell, göttlich und unvergänglich. Die Seele ist eingehüllt von 3 Körpern, dem grobstofflichen, physischen Körper, welcher noch von zwei feinstofflichen Körpern, dem Astral- und Kausalkörper, umgeben ist. Die Seele ist von göttlichem Wesen und qualitativ eins mit Gott. Nur quantitativ unterscheidet sie sich von der Allmacht Gottes. Der Mensch verfügt daher über schöpferische Qualitäten und sollte deshalb mit seinen Gedankenkräften sorgsam umgehen. Da die Seele keine Dualitäten (Gegensätze) kennt, muss sie in der materiellen Welt – der Welt der Dualität – einen physischen Körper annehmen, um leben zu können. Dieser Körper stellt das Werkzeug der Seele dar.

Beim Tod einer Person stirbt nur der physische Körper („Asche zu Asche, Staub zu Staub“). Der Astralkörper geht mit der Seele vorerst in die feinstoffliche Astralwelt über, um zur gegebenen Zeit mit der Seele in einen neuen physischen Körper zu inkarnieren. Er ist die Ursache für Talente, Begabungen, Zu- und Abneigungen etc.

Buddha im Energiegarten des Ayurveda Resorts Sonnhof

Bei den traditionellen Vaidya (Ayurveda-Ärzten) ist es selbstverständlich, dass sie, wenn sie Arzneien für ihre Patienten herstellen, dabei beten. Ihr Bewusstsein ist auf das Göttliche eingestellt, der Arzt wird so zum göttlichen Instrument. Dass diese so zubereiteten Heilmittel eine höhere Heilqualität haben, mit höherer Schwingungskraft potenziert sind, erklärt sich von selbst. Spiritualität gehört ganz selbstverständlich zum traditionellen Ayurveda-Arzt (Vaidya), so wie in früheren Kulturen Ärzte zugleich auch Priester waren und umgekehrt.

Ein sehr wichtiger Bereich des Ayurveda umfasst neben den verschiedenen Medizinzweigen und Therapien (Musik, Pancha-Karma-Reinigung, Ölmassagen) auch Anweisungen für die Tagesgestaltung (Dinacharya). Diese beinhalten neben den Empfehlungen für die richtige Körperpflege, Lebensweise, Ernährungslehre auch Praktiken, die die Spiritualität des Menschen fördern und damit die innere Harmonie und das spirituelle Bewusstsein wecken. Jeder Mensch trägt das Göttliche in sich, nur ist es mehr oder weniger unbewusst verschüttet.

Alle Lebensregeln im Ayurveda zielen darauf ab, den Menschen in feinere Lebensgewohnheiten zu führen, die ihn in höhere Schwingung bringen und ihm mehr Sinnerfüllung, Freude, Gesundheit, Harmonie und Bewusstseinserhebung schenken. Meditation und Andacht, unsere Gedanken und Gebete zu unserem Göttlichen Vater sind sehr wichtig für unsere geistige Gesundheit, die wiederum dem Körper zugute kommt. Geistiger Friede, Ruhe und Ausgeglichenheit lassen uns achtsamer und weniger hektisch mit dem Leben umgehen. Wir kommen in die Lage, die innere Zufriedenheit und Freude des Herzens und der Seele zu spüren und bewusst zu empfinden. Dadurch werden wir auch unabhängiger von der zeitweiligen Zufriedenheit und dem Glück, welche uns die Sinne und ihre Objekte bieten.

Wir als Seele sind von Natur aus Sat (ewig), Chit (voller Wissen) und Ananda (von reinster Glückseligkeit). Nur der Körper bzw. die Identifikation mit dem Körper bringt uns Schmerz, Kummer und Leid, da er von Natur aus begrenzt, d. h. sterblich ist. Er ist unwissend, also Illusionen und Täuschungen unterworfen, und mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zum Leiden ausgestattet. So ist eigentlich die Identifikation mit dem Körper die wahre Ursache für Krankheiten. Immer, wenn wir in Gebet und Meditation den Schleier der Täuschung lüften und uns mit unserem wahren, unsterblichen Selbst – dem Atman – verbinden, ist dies ein wichtiger Weg zur Gesundheit.

Reinhart Schacker,
CAS Ayurveda-Spezialist

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